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Was passt eigentlich grundsätzlich an unserem Schulsystem nicht?
all different - all equal

Alle Kinder sind in ihrem Wesen, ihren Begabungen, ihren Schwächen, ihrer Motivation, ihrer Herkunft etc. ganz verschieden. Niemand gleicht dem/der anderen. Dennoch glaubten/glauben die meisten Erwachsenen, sie könnten die Kinder trotzdem in von ihnen erfundene Schubladen stecken bzw. klassifizieren. Und so kam es zu unserem Schulsystem mit all seinen verschiedenen Zweigen.
Dass es aber nicht das non plus ultra und das einzig mögliche ist, beweist ein Blick über unsere Grenzen. In Großbritannien und Skandinavien zum Beispiel gibt es bereits Formen der Gesamtschule. Auch in Deutschland laufen vereinzelt Versuche.
Wie sollen denn alle Kinder die selben schwierigen Dinge in der selben Zeit lernen? Das ist gar nicht notwendig und entspricht nicht dem Konzept einer Gesamtschule. Entweder wären dadurch manche Kinder enorm überfordert, oder aber andere langweilten sich krank.
Nein.
Es geht nicht darum, ein bestimmtes Stoffgebiet in einer streng vorgegebenen Zeitspanne zu beherrschen, möglichst alle gleichzeitig.
Vielmehr entscheidet jedes Kind, welches Wissen es benötigt, um in dem Bereich, mit dem es sich gerade beschäftigt, vorwärts zu kommen. Und wie soll sich eine Lehrperson gleichzeitig um 30 Kinder kümmern, die womöglich alle mit etwas Anderem beschäftigt sind?
Natürlich müssten die KlassenschülerInnenhöchstzahlen reduziert werden; insbesondere weil dann ja auch Kinder mit anspruchsvolleren Bedürfnissen (z.B.: körperlichen und geistigen Behinderungen, Lernschwächen, Teilleistungsstörungen) in der Gruppe wären. Außerdem wären wohl zwei Lehrpersonen pro Gruppe unerlässlich.


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