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Obwohl Vorurteile in unserem Leben also ständig präsent sind, denken wir nur selten darüber nach, was es damit auf sich hat bzw. wie sehr man durch Vorurteile andere Personen und Gruppen „in ein Kastel steckt“. Auch würden Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus nicht funktionieren, wenn nicht bestimmt vorgefertigte Meinungen - in der Regel in Form von negativen Vorurteilen – über eine gesellschaftliche oder ethnische Gruppe vorherrschen würde. Medien, denen wir täglich ausgesetzt sind, bedienen sich gerne immer wieder dieser Vorurteile. Sie neigen dazu bestimmte Gruppen in eng definierten Rollen zu zeigen und machen Vorurteile dadurch gesellschaftlich verfügbar und festigen diese, denn je häufiger man etwas sieht, hört oder liest desto leichter erinnert man sich daran. Fremdenangst und Fremdenhass kommen nicht von ungefähr. Durch die Darstellung von „Ausländern“ in Medien wird oft ein völlig falsches Bild vermittelt. Sehr oft wird die Gruppe von MigrantInnen und AsylwerberInnen mit Kriminalität in Verbindung gebracht. Auch in Filmen werden Vorurteile und Stereotypen bewusst eingesetzt. Filmbösewichte kommen am ehesten aus dem arabischen Raum, sind Terroristen ohne Moral und gefährden Menschen auf der ganzen Welt. Ebenso ist die Darstellung Sozial Benachteiligter in den Medien stark von Stereotypen geprägt. Zum Einen werden sozial Benachteiligte als schwach und bemitleidenswert beschrieben. Sehr oft wird dieser Stereotyp mit Kindern in Verbindung gebracht. Beinahe jede Spendenkampagne für Afrika verwendet ein armes Kind für ihre Werbezwecke. Zum Anderen gibt es das Stereotyp des fordernden, des arbeitslosen Armen, der meist als Sozialschmarotzer dargestellt wird. Dadurch wird vermittelt, dass sozial Benachteiligte an ihrer Not selbst schuld sind. In diversen Talk-Shows und Reality-Soaps wird dieses Vorurteil leider auf geschmacklose Art und Weise breit getreten. Die wohl größten Vorurteile herrschen in Bezug auf die Geschlechter. Es finden sich zahlreiche klischeehafte und stereotype Darstellungen von Frauen und Männern in den unterschiedlichsten Medien. Für Frauen gilt nach wie vor, dass die großen Rollenklischees „heilige“ oder „Hure“ verwendet werden. So werden Frauen werden häufig als Sexobjekte dargestellt - oder aber eben als liebevolle Hausfrauen und Mütter. In den letzten Jahren taucht auch der Typus der alles meisternde Powerfrau häufig auf. Typisch Frau! Weibliche „Schwächen und Laster“ werden überspitzt dargestellt: Sie sind fleißig oder raffiniert, tratschsüchtig oder unbeholfen (meist im Umgang mit Technik). Sexualität ist ein großes Thema in den Medien. Schlagzeilen und Werbungen müssen wirken und zwar in der ersten Sekunde: „Sex sells“ heißt hier die Devise! Und obwohl Sexualität ein wichtiges Thema in der menschlichen Kommunikation ist, darf es für Marketing-Zwecke nicht derart missbraucht werden.
Außerdem wollen wir methodisch aufzeigen, welche Wirkungen bestimmte Bilder auslösen können. Wenn man sich mit Themen wie Arbeitslosigkeit, Armut, Gewalt, Homosexualität etc. auseinandersetzt können Vermutungen und falsche Bilder widerlegt werden. Entwickelt man ein umfassendes Bild einer Situation, fällt es leichter sich dazu eine eigene Meinung zu bilden. In weiterer Folge ist man weniger gefährdet Vorurteile zu entwickeln, da diese oft aus Angst vor dem Unbekannten entstehen.
Die Materialien zur Kampagne (Themenmappen, Plakate, Pickerl) könnt ihr jederzeit bestellen
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